Gerda Hootz-Stiftungsfonds
Der Stiftungsfond führt das Anliegen von Gerda Hootz weiter. Er unterstützt erwachsenenbildnerische Maßnahmen für Gehörlose und Schwerhörige im Rahmen der Angebote des Landespfarramts für Gehörlose und Schwerhörige der Evangelischen Landeskirche in Baden.
Gerda Hootz ist am 18.06.1899 in Görlitz als Tochter von Karl Heinrich Hootz (Staatsanwaltsrat) und Else Röhricht geboren. Mit 9 Jahren erkrankt sie an einer Hirnhautentzündung, in deren Folge sie ertaubt.
Sie besucht von 1916 bis 1924 die Staatliche Kunstgewerbeschule in Berlin und schließt dort ihre Ausbildung zur Modellschneiderin ab. Sie eröffnet eine kleine Modewerkstatt, die sie bis 1942 erfolgreich führt. Ein Bombenangriff zerstört das Geschäft. Gerda Hootz wird nach Stargard in Pommern evakuiert.
Die Familie des Vaters zieht nach Baden-Baden. 1944 treffen Brand- und Sprengbomben das Haus in Berlin und zerstören alles. Kurz nach dem Tod des Vaters zieht Gerda Hootz 1948 nach Baden-Baden um, wo auch die Mutter weiterlebt.
1962 wird der „Zirkel“ gegründet, eine Vereinigung spätertaubter oder schwerhöriger Menschen. Gerda Hootz ist Gründungsmitglied.
Die Vereinigung bietet Freizeiten an. Sie sind auf die speziellen Bedürfnisse dieser Menschen zugeschnitten. Trotz ihrer Behinderung unternimmt Gerda Hootz immer wieder Reisen zu Bekannten, z.B. zu Verwandten in München, zu Bekannten in Heidelberg und zu Treffen des „Zirkel“. Sie achtet darauf, dass ihre Aussprache immer wieder verbessert wird, indem sie Sprachunterricht bei einer befreundeten Schauspielerin nimmt.
Vor ihrem Tod am 20.10.1985 in Baden-Baden, bestimmt Gerda Hootz, dass ihr Vermögen in eine Stiftung für Hörgeschädigte fließt. Mit der Einrichtung der „Gerda-Hootz-Stiftung“ kam die Verwandtschaft ihrem Wunsch nach.



