Schneller-Stiftung - Erziehung zum Frieden
Die Schneller-Stiftung fühlt sich der christlichen Friedenserziehung im Nahen Osten verpflichtet, so wie sie heute an der Johann-Ludwig-Schneller-Schule im Libanon und an der Theodor-Schneller-Schule in Jordanien praktiziert wird.
„Unsere Schule widersteht wie eine starke Eiche immer noch dem Wind und den Stürmen, um jeden zu schützen, der sich an sie wendet. Ja, aus der Schwäche erwächst unserer Einrichtung eine Kraft, die mich mit diesen jungen Menschen verbindet“, erklärt Rabab Matta, leitende Erzieherin an der Johann Ludwig Schneller-Schule im krisengeschüttelten Libanon. Und Omar Taweel, ehemaliger Schüler an der Theodor Schneller-Schule in Jordanien beschreibt seine Erfahrung so: „Meine vorherige Schule war wie ein Gefängnis. Schneller ist das absolute Gegenteil.“
Um die unverzichtbare Arbeit der beiden Schneller-Schulen langfristig zu fördern, wurde 2007 die „Schneller-Stiftung – Erziehung zum Frieden“ durch den Evangelischen Verein für die Schneller Schulen (EVS) gegründet. Kinder und Jugendliche aus armen Familien, die häufig häusliche Gewalt oder Vernachlässigung erlebt haben, finden in den Schulen eine sichere und fürsorgliche Umgebung. Im Internat werden sie schulisch, psychologisch und sozial begleitet. Ganz nebenbei entstehen Freundschaften zwischen christlichen und muslimischen Kindern und sie entwickeln Verständnis und Toleranz für die jeweils andere Religion. Nach dem Schulabschluss bieten die Schneller-Schulen ein breites Spektrum an Ausbildungsgängen in für den lokalen Arbeitsmarkt bedeutenden Berufsfeldern an. Die Schulen fördern damit das friedliche Zusammenleben und schaffen echte Perspektiven für junge Menschen, die sonst kaum Chancen auf hochwertige Bildung hätten.
Die Schneller-Stiftung unterstützt die Schulen aus ihren Erträgen. So konnten durch Stiftungsmittel notwendige Renovierungsarbeiten gefördert und die Ausstattung von Klassenräumen und Wohnräumen im Internat finanziert werden.
Der Dienst der Schneller-Schulen geht auf das Engagement des schwäbischen Lehrers und Missionars Johann Ludwig Schneller (1820-1896) zurück, der erstmals 1860 ein Waisenhaus in Jerusalem für Flüchtlingskinder aus dem damals syrischen Libanon begründete. Heute befinden sich die Schulen in der Trägerschaft lokaler Kirchen.


