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Gründen oder lieber zustiften?

Beides ist möglich

Sie wollen Gutes tun. Jetzt stellt sich als Erstes die Frage: Wollen Sie selber gründen oder lieber zustiften? Dafür ist es wichtig, einen weiten Blick in die Runde zu werfen. Vielleicht verfolgen andere Stiftungen in Baden bereits die gleichen Ziele oder haben einen Stiftungszweck in den Mittelpunkt gestellt, der Sie überzeugt. Dann ist es nicht unbedingt notwendig, eine eigene Stiftung zu gründen. Wie wäre es in dem Fall mit einer Zustiftung bei einem bestehenden Projekt, um dessen Wirksamkeit zu stärken?

Es lohnt sich auf jeden Fall in Erfahrung zu bringen, ob es bereits passende Stiftungen gibt. Wir helfen Ihnen, einen Überblick über bestehende Stiftungen in der Evangelischen Landeskirche zu gewinnen. Gerne stellen wir auch den Kontakt zu diesen her.

Allerdings sollten Sie bedenken, dass bei einer Zustiftung der Zweck bereits feststeht. Wenn Sie eine eigene Stiftung gründen, können Sie das Thema und die Richtung ganz frei nach Ihren Wünschen gestalten. Ihr persönlicher Einfluss bei der Ausgestaltung der gesamten Stiftung ist einfach viel größer. Andererseits haben Sie aber auch
den gesamten administrativen und organisatorischen Aufwand zu leisten. Dazu kommt, dass eine eigene Stiftungsgründung einen viel höheren Kapitalaufwand benötigt, damit sie dauerhaft ihren Zweck erfüllen kann. Genau hier zeigen sich die Stärken der Zustiftung. Denn dabei entfallen die Organisations- und Führungsaufgaben. Die finanziellen Mittel können erheblich geringer sein. Gleichzeitig ist es möglich, eine Unterstiftung oder einen Stiftungsfonds in einer bestehenden Stiftung zu errichten – auch unter dem eigenen Namen.

Die Stifter und die Steuer.

Der Staat belohnt das Engagement von Stiftern und Zustiftern durch steuerliche Anreize. Gerade gemeinnützige oder kirchliche Stiftungen erhalten Steuererleichterungen und -befreiungen, sofern sie selbstlos tätig sind und keine wirtschaftlichen Eigeninteressen verfolgen. So kann der gestiftete Grundstock einer Stiftung bis zu einer Million Euro pro stiftender Person über zehn Jahre steuerlich abgesetzt werden. Darüber hinaus ist es möglich, bis zu 20 Prozent der jährlichen Einkünfte zum direkten Verbrauch einzubringen. Darüber hinaus sind Stiftungen schenkungs- und erbschaftssteuerfrei. Noch bis zwei Jahre nach einer Erbschaft können Sie Ihre Erbschaftssteuer mit einer Stiftung deutlich verringern.
 
Unsere Broschüre

Quelle: Dachstiftung der Evangelischen Landeskirche in Baden